10 Jahre Haushaltsführerschein an der Realschule

Haushaltsfuehrerschein 2015Im Rahmen einer kleinen Feierstunde, an der auch Rosa Karcher als Präsidentin des Landfrauenvereins Südbaden teilnahm, erhielten am Donnerstagnachmittag sieben Neuntklässler der Realschule Rheinau die Urkunde für die erfolgreiche Teilnahme am fächerübergreifenden Kooperationsprojekt "Haushaltsführerschein", das gemeinsam vom Kultusministerium und der AG der Landfrauenverbände in Baden-Württemberg initiiert wurde. Das Besondere dabei: die Realschule Rheinau war 2006 die erste Schule, die sich an diesem Projekt beteiligt und konnte damit jetzt das 10-jährige Jubiäum dieser Zusatzkurse feiern.
Seit 10 Jahren ist auch Beate Hetzel im Einsatz, Hauswirtschafterin und frühere Vorsitzende der Freistetter Landfrauen.

Wie Realschulrektor Gebhard Glaser berichtete, hat sie in 26 zusätzlichen Unterrichtsstunden den Neuntklässlern wichtige Alltagskompetenzen vermittelt, die sie in den von ihnen gewählten Wahlpflichtfächern "Natur und Technik" oder "Französisch" an der Schule nicht erhalten hätten. Da ging es um Wissen in den Bereichen Kleidung und Wäschepflege, um Eigenschaften von Fasern und ihrer Pflege, den wirtschaftlich und ökologisch sinnvollen Waschmitteleinsatz und um Bügeltechniken. In den Bereichen Gesundheitsprophylaxe und Hygiene gehören auch Ernährungslehre und Nahrungszubereitung, die Speiseplanung unter Berücksichtigung regionaler und saisonaler Produkte, um Gartechniken und Grundrezepte, die Einkaufsplanung und nicht zuletzt auch das Finanzmanagement im Haushalt. Neben Beate Hetzel stellte Glaser die Konrektorin Christel Göttlich besonders heraus, die selbst Mitglied bei den Landfrauen ist und entscheidend dazu beitrug, dass das Projekt nun schon seit zehn Jahren erfolgreich an der Realschule durchgeführt wird.

Rosa Karcher sprach Glaser den Dank für die Unterstützung, das offene Ohr und die Weitsicht für dieses wichtige Thema aus. "Schon lange setzt sich der Landfrauenverband dafür ein, dass Alltagskompetenzen an allen Schulen vermittelt werden, um junge Menschen auf das Leben vorzubereiten", betonte sie. Oft fehle dieses notwendige Wissen, bedauerte sie. Es sei traurig, dass in Deutschland über drei Millionen Privathaushalte überschuldet sind, dass pro Kopf und Jahr 84 Kilogramm Lebensmittel weggeworfen werden und dass pro Jahr rund eine Million Tonnen Wasch- und Reinigungsmittel durch Überdosierung die Umwelt belasten. Leider habe jedoch gerade die Hauswirtschaft nicht den Stellenwert, den sie verdiente, obwohl sie eine wichtige Schlüsselqualifikation für die Zukunftsfähigkeit und die Lebensqualität darstellt. Nachdem die Landfrauen vor zwei Jahren der Kultusministerkonferenz rund 155000 Unterschriften übergaben, wurde zugesagt, die Verbraucherbildung an den Schulen mehr in den Mittelpunkt zu stellen. Auch Bundesbildungsministerin Johanna Wanka habe sich kürzlich für ein Unterrichtsfach "Alltagswissen" ausgesprochen.

Beim Haushaltsführerschein stehe die Praxis im Vordergrund, betonte Karcher abschließend und überreichte den Absolventen ihre Urkunden. Dass sie gelernt haben, raffinierte Häppchen fürs Buffet zuzubereiten, davon konnten sich die Gäste der Feier anschließend überzeugen.

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 26. Juli 2015 um 22:26 Uhr  

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