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Schüler gestalteten würdige Gedenkfeier

Genau 75 Jahre nachdem die Deportation jüdischer Mitbürger in das südfranzösische Lager bei Gurs in den Pyrenäen begann, gestaltete die Realschule beim Gedenkstein eine würdige Feierstunde auf dem Marktplatz bei dem Gedenkstein, der an die jüdische Synagoge erinnert, die einst dort stand. Unter den 5600 Deportierten waren auch Bürger aus Freistett und Rheinbischofsheim, 27 von ihnen bezahlten den Nazi-Terror mit ihrem Leben.

Gedenktag Gurs 2015Ein Chor der Zehntklässler unter Leitung von Patrick Groß eröffnete die Feier mit dem jiddischen Lied "Donna, donna". Realschulrektor Gebhard Glaser hieß die Schüler der 9. und 10. Klasse sowie die anwesenden Bürger willkommen, unter ihnen Bürgermeister-Stellvertreter Engelbert Braun und Gerd Hirschberg, der die jüdische Geschichte in Rheinau dokumentierte und die Anregung zu dieser Gedenkstunde gab. Glaser erinnerte an den Beginn der Deportationen, die am 22. Oktober 1940 begannen. Ein Drittel der badischen Juden starb im Lager Gurs, die andern wurden in Vernichtungslager wie Ausschwitz deportiert. Die Gedenkfeier solle nicht nur an das Leid erinnern, das den Menschen damals zugefügt wurde, sondern gleichzeitig Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit sowie für Menschlichkeit und Nächstenliebe sein.

Abwechselnd verlasen dann fünf Schülerinnen Texte, in denen an das Schicksal der Juden in Deutschland nach der Machtergreifung Hitlers erinnert wurde - vom Reichstagsbrand und den Nürnberger Gesetzen bis zur Reichskristallnacht. Dann wurde konkret beschrieben, wie die Deportation am 22. Oktober im Ort begann und unter welchen Umständen die Menschen zusammengetrieben und abtransportiert wurden. Dabei wurde ein alter Koffer in den Vordergrund gestellt als Symbol dafür, wie wenig an Gepäck in Minutenschnelle zusammengepackt werden konnte. Nach der Schilderung der Lebensbedingungen und dem Weitertransport nach Ausschwitz verlas Harald Schillung die Bilanz des Schicksals jüdischer Mitbürger des Ortes: 8 aus Freistett und 12 aus Rheinbischofsheim starben in Vernichtungslagern, insgesamt 3 kamen als Folge von Misshandlungen und vier im Lager Gurs ums Leben. Das israelische Lied "Shalom chavarim" setzte dann den Schlusspunkt unter die Gedenkfeier.

(Red. Peter Meier)

 
Realschule Rheinau zu Besuch bei Bundesfinanzminister Dr. W. Schäuble

Im Rahmen ihrer Abschlussfahrt besuchten die Klassen 10a und 10c der Realschule Rheinau mit ihren Lehrern Herr Glaser, Herr Bau, Frau Kraft und Frau Liomin den Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble. Trotz sehr vollen Terminplan stellt sich Herr Schäuble geduldig den Schülerfragen. Der Soli, die Erbschaftssteuer, die Griechen, die schwarze Null, die Flüchtlingssituation, wo Herr Schäuble in Zukunft Spargel essen geht, wenn sein bevorzugte Gaststätte im Hanauerland schließt, warum er Politiker geworden ist und noch vieles mehr interessierte die Schüler. Zuvor stand der Besuch des Bundestages mit anschließendem Essen im Paul-Löbe-Haus auf dem Programm.

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Viele weitere Programmpunkte trugen dazu bei, dass die Berlinreise zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde. Wie den Besuch der Baden-Württembergischen Landesvertretung, die Berliner Unterwelten, eine Schifffahrt auf der Spree, der Besuch des Holocaust Mahnmals, Führung durchs Olympiastadium, Besichtigung der Bernauer Straße, der Besuch des Stasi - Gefängnisses Hohenschönhausen mit Führung eines Zeitzeugen, der Discobesuch im Matrix. Abschließend vor der Heimreise stand wahlweise das Musical Hinterm Horizont oder der Quatsch Comedy Club an. Allen war klar, Berlin ist mehr als eine Reise wert, so viel gab es zu sehen und gibt es noch zu sehen.

 
Besuch des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof im Elsass

Im November besuchte die Klasse 10a die Gedenkstäte des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof im Elsass. In dem Straf- und Arbeitslager der Nationalsozialisten kamen zwischen 1941 und 1944 fast 22.000 Inhaftierte durch die Haftfolgen zu Tode.

Die Führung von Geschichtslehrer Muffler begann im Steinbruch, wo neben dem Granitabbau auch in Montagehallen für die NS-Kriegsindustrie gearbeitet werden musste.

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Auf dem eigentlichen Lagergelände wurden unter anderem der Tagesablauf der Häftlingen, die unmenschlichen Bestrafungen und unglaublichen Gräueltaten der Bewacher thematisiert. Nach dem Besuch des Mahnmals bildete den Abschluss der Besuch der ehemaligen Gaskammer, wo Experimente durchgeführt wurden.

Bei der Begegnung mit der jüngeren deutschen Vergangenheit konnten die Schülerinnen und Schüler eigene Schlüsse ziehen für ihre Zukunft und ihre Gegenwart heute.

 
Fachschaft Geschichte auf Exkursion

Am 15.07. besuchte die Fachschaft Geschichte mit den Kollegen Schilling, Muffler, Knapp und Ballweg im Rahmen einer Tagesexkursion historische Orte im Elsass.

Erste Station war die ehemalige Festungsanlage Fort Louis im gleichnamigen Ort. Die Anlage stammt aus dem 17. Jht. und wurde vom berühmten Baumeister Vauban geplant und 1687-89 erbaut, jedoch in mehreren Kriegen bis 1818 nahezu vollständig zerstört. Die Ruinen dienten den Menschen im 2. Weltkrieg als Zufluchtsort vor Luftangriffen.

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Im Anschluss führte die Exkursion über das Musee d'Arbri in Hatten, in dem Ausstellungsstücke aus der Zeit des ersten und Zweiten Weltkrieges zu sehen waren, zu noch heute erhaltenen Teilen der Maginotlinie in Schoenenbourg, Lembach und Dambach, wo verschiedene Bunker und Sperranlagen besichtigt werden konnten.

In nächster Zeit soll in der Fachschaft ein Konzept erarbeitet werden, inwiefern organisatorisch und inhaltlich die historischen Stätten der näheren Umgebung in den Unterricht und in außerunterrichtliche Veranstaltungen integriert werden können.

 
Zehntklässler zu Besuch in Berlin

Alle drei Zehner-Klassen waren vom 19.-23. Mai auf Abschlussfahrt in unserer Hauptstadt. Ob mit Bus, Bahn oder Flugzeug, alle drei Klassen fanden sich rechtzeitig am Montag in ihrem Hotel direkt am neugebauten Hauptbahnhof ein. Die 10a wurde von Herrn Groß und Frau Kern, die 10b von Frau Wetzel und Herrn Bohn und die 10c von Frau Bischof und Herrn Brandt begleitet. Nach dem Einchecken stand um 18:00 Uhr der Besuch der Berliner Unterwelten auf dem Programm. Danach gab es noch eine gemeinsame Stadtrundfahrt durch das nächtliche Berlin, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen.

Am Dienstag folgte dann um 10:00 Uhr eine Schifffahrt auf der Spree. Anschließend stand der Besuch bei unserem Finanzminister Dr. Schäuble aus Offenburg auf dem Programm. Wieder nahm sich Herr Schäuble viel Zeit für die Schüler, so dass keine Fragen offen blieben, zum Schluss gab es für jede Klasse sogar noch ein Bild mit unserem Finanzminister als Andenken! Um 16:00 Uhr folgte der Besuch im Paul-Löbe-Haus und um 17:15 Uhr war dann der Reichstag an der Reihe, mit anschließender Begehung der gläsernen Reichstagskuppel, ein unvergessliches Ereignis! Der Abend stand dann zur freien Verfügung mit optionalem Kinobesuch.

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Der Mittwoch begann mit einem Besuch des Berliner Olympiastadions, das Mittagessen fand an diesem Tag in einem Dunkelrestaurant statt, bevor dann auf dem Fernsehturm am Alexanderplatz die traumhafte Aussicht genossen wurde. Am Abend richteten sich alle für den heißersehnten Discobesuch im DLight her, um so das legendäre Berliner Nachtleben am eigenen Leib zu erfahren...

Mit dem Besuch der "Story of Berlin", einer Rallye und einer Atombunkerführung begann der Donnerstag. Danach ging es zur Gedenkstätte "Berliner Mauer", wo die letzten Überreste der Trennwand zwischen dem ehemaligen Ost- und West-Berlin bestaunt werden konnten. Am Abend wurden im Quatsch Comedy Club die Lachmuskeln trainiert...
Am Freitag mussten sich nach dem Besuch des Stasi-Gefängnisses Hohenschönhausen alle wieder von der beeindruckenden Metropole verabschieden. Für viele wird es nach diesen äußerst eindrucksvollen Tagen sicherlich nicht der letzte Besuch in unserer Hauptstadt gewesen sein. Ein großer Dank geht hierbei an die Lehrer, die diese wunderbare Abschlussfahrt organisiert haben! Fazit: Berlin ist auf jeden Fall eine Reise wert!!

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